Team_Kadelack foto Robert Pairan.jpg

NEWS

Teichmann - Robert 1.jpg

 DEM IN DAHLEN
 

Enduro Highlight - DEM in Dahlen

 

Echtes Enduro, bestes Wetter und weiterhin die Führung in  der E1-Meisterschaft. Für Kadelack GASGAS war auch der zweite Lauf zur Internationalen Deutschen Enduromeisterschaft, ein erfolgreiches Wochenende. Dahlen, eines der traditionsreichsten Enduro-Rennen in Deutschland, ist alljährlich für das Thüringer Team ein Highlight. Perfekte Streckenbedingungen, ein gut und großzügig gestaltetes Fahrerlager und nicht zuletzt, tausende Fans an der Strecke, machen das Rennen in Sachsen alljährlich zum Erlebnis. 

 

Nach dem Auftaktsieg von Yanik Spachmüller, Anfang März in Tucheim, war das gesamte Team mit großem Enthusiasmus in der Kleinstadt angereist. Auch weil  Robert Riedel endlich in die Punktevergabe der E3 eingreifen konnte. Riedel, der sich vor Wochen bei einem Trainingssturz schwerste Verletzungen zugezogen hatte, war zwar noch nicht hundertprozentig fit, konnte seine Klasse aber mit Platz fünf schon aufblitzen lassen. Riedel: „Eigentlich bin ich ohne große Zielsetzung nach Dahlen gereist.“ Wenn man bedenkt, dass Riedel neben Prellungen in Schulter, Hand und Lunge einen dreifachen Bruch des Mittelfuß sowie eine Ruptur der Leber zu verdauen hatte, war eine Platzierung in den Top Fünf auch nicht zu erwarten. Der Brandenburger: „Das ist schon Wahnsinn. Mein Unfall ist gerade mal fünf Wochen her, das ich hier so fit war, grenzt an ein Wunder.“ Ganz unschuldig ist Riedel an den guten Ergebnissen dann doch nicht. Nicht nur das seine Zeiten für die Umstände herausragend waren, so hat Riedel zu Hause auch mit einer speziellen Magnetfeldtherapie seine Heilung angeschoben. Dabei ist Dahlen für Riedel nicht mal ein Highlight. „Eigentlich liegt mir die Strecke nicht. Ich mag Sand mehr. Die Prüfung in Meltewitz besteht hauptsächlich aus Steinen oder steinigem Untergrund. In den vergangen Jahren war ich hier auch nie so gut unterwegs.“ Riedel hat mit Meltewitz auch eine Vorgeschichte. Im Vorjahr, brach sich der Sandspezialist eben jenen Fuß auf der Dahlener Prüfung, den es auch in diesem Frühjahr erwischt hat. „Jedes Mal wenn ich an der Stelle vorbeigefahren bin, an der ich mir letztes Jahr den Fuß gebrochen habe, musste ich Gas rausnehmen.“ Über den Sonntag verteilt, glänzte Riedel aber schon mit konstanten Zeiten. „Mein Anspruch ist Podium. Das ist klar. Aber für die Gesamtumstände war das hier top. Gerade wenn man bedenkt, dass ich schon noch Probleme mit dem Fuß und meiner Hand habe. Die vielen Schlammlöcher haben da auch eher nicht geholfen.“ Für den Sommer will Riedel in Brandenburg Motocross fahren. Auch ein Einsatz im Hardendurobereich ist anvisiert.

 

Für Yanik Spachmüller, setzte sich der E1-Dreikampf  um die Meisterschaft mit Andi Beier und Eddi Hübner von Tucheim fort. Dabei setzte Spachmüller in der ersten Tagesprüfung gleich ein Ausrufezeichen, als er diese für sich entschied. Leider blieb es am Tagesende  bei einer gewonnen Prüfung. Spachmüller: „Der Anfang war top, dann bin ich leider irgendwie zurückgefallen. Am Ende wurden die Zeiten wieder besser.“ Die E1 ist dieses Jahr sicher die spannendste Klasse. Alle drei Meisterschaftskandidaten sind innerhalb weniger Sekunden. „Ich hab so enge Zeiten am Jahresanfang nicht erwartet. Teilweise sind wir innerhalb einer Sekunde. Für meine persönliche Entwicklung ist das extrem förderlich.“ Dabei dürften die beiden Kontrahenten auch von ihrem größeren Erfahrungsschatz zehren. Beier und Hübner sind viele Jahre an der Spitze der Deutschen Meisterschaft. Klar ist, Spachmüller gehört die Zukunft auch wenn der Dreikampf „an den Nerven zerrt“. Die schnelle Prüfung am Dahlener Burgberg gab am Ende wieder mehr Selbstvertrauen. „Meltewitz war dieses Jahr sehr eng. Das liegt mir nicht. Der Burgberg war ultraschnell und ziemlich ausgefahren, da kann ich eher zeigen zu was ich in der Lage bin. Dort habe ich Andi Beier dann auch noch bekommen.“ Der lag zwischenzeitlich auf Platz zwei, wurde am Ende aber von Spachmüller noch eingefangen.  Mit einem Sieg und einem zweiten Platz führt der angehende Elektroniker die Meisterschaft weiterhin an. Jetzt steht erstmal die lange Sommerpause an. Erst im September geht es weiter. Für Yanik Spachmüller ist die Pause aber nicht so groß. Schon in zwei Wochen will er, wie schon im Vorjahr, in der Tschechischen Meisterschaft starten.

 

Kadelack-Teamchef Robin Graube, will den positiven Saisonstart mit in die Sommerpause nehmen. „Wir sind wahnsinnig stolz auf unsere Fahrer. Keiner hätte gedacht dass Robert so kurz nach seiner schweren Verletzung, so präsent schon wieder da ist. Yanik hat auch in Dahlen gezeigt, dass der Kampf um die Spitze nur über ihn führt.“ Auch wenn das gesamte Team, einige verletzungsbedingte Ausfälle vor Dahlen zu verzeichnen hatte, konnte man positive Bilanz ziehen. Graube: „In Dahlen sind immer wieder die Zuschauer ein Highlight und es war auch endlich mal wieder schön, so viele Menschen begeistert an der Strecke zu sehen. Wir versuchen auch etwas zu bieten. Ich denke wir arbeiten hier auf einem so professionellen Level, dass wir auch in den folgenden Rennen von unseren Fahrern Top-Platzierungen sehen werden.“

 

 

 

Weitere Ergebnisse: 

 

Junioren Garry Dittmann P11

E1B Jan Böhm P7

E2B Hauke Neddermeyer P5

E3B Max Fehlig P4

E3B Oliver Gerke P20

Super Senioren Bernd Buchholz P11

 

Text: Christian Fischer/Bild13

Bild: Peter Teichmann

Yanik Spachmüller foto Peter Teichmann.jpg

 ERSTER LAUF DEM
2022

Zwei Klassensiege, Platz vier im Championat und ein überragend fahrenden Yanik Spachmüller.. So könnte man den ersten Lauf zur Internationalen Deutschen Enduromeisterschaft 2022 ,für das Team Kadelack GASGAS zusammenfassen. Der wurde in Sachsen-Anhalt, rund um Tucheim ausgefahren. Hinter Team Kadelack GASGAS liegt ein erfolgreiches Wochenende. Für die neue Saison, deutlich verstärkt, gingen zehn Fahrer an den Start. Fünf Fahrer, darunter auch E3-Pilot Robert Riedel, konnten verletzungs- oder krankheitsbedingt nicht an den Start gehen. Gerade für Riedel ist das besonders enttäuschend. Optimal auf der 300er GASGAS eingestellt, hat sich der Brandenburger vor wenigen Wochen bei einem Trainingsunfall schwer verletzt. Ein Start in Tucheim verhinderte am Ende der Arzt, der Riedel doch noch sein „Go“ verweigerte. Zum nächsten Lauf in Dahlen, will Riedel dann aber am Start sein.

 

Auf Vorjahres - E1-Klassensieger Yanik Spachmüller lastete der größte Druck. Trotzdem dominierte er über das gesamte Wochenende seine Klasse und das obwohl der Schwabacher mit massiven Trainingsrückstand angereist war. Eine Corona-Infektion im Januar, sorgte dafür, dass Spachmüller drei Wochen in der Hauptvorbereitungszeit überhaupt nicht auf seine GASGAS EC250F steigen konnte. Mit entsprechenden Ambitionen reiste er dann auch an. Spachmüller: „Ich habe mir eigentlich nicht viel ausgerechnet. Als wir Donnerstag angereist sind, bin ich ziemlich zeitnah die Prüfungen abgelaufen.“ Ein erster Lichtblick, denn die drei Sonderprüfungen waren kürzer als erwartet. „Insgesamt bin ich Donnerstag und Freitag jede Prüfung dreimal abgelaufen. Auf der Uhr standen da nur 32 Kilometer.“ Weil in der Klasse E1, mit Andreas Beier und Eddie Hübner, gleich zwei Topfahrer aufgerückt ,oder zurückgekehrt sind, wollte Spachmüller erstmal die Lage abtasten. „ In den vergangen Jahren habe ich sie auch schon geschlagen, aber niemals beide zusammen.“ Am Ende sprang der Klassensieg und Platz vier im Championat heraus. Zwischenzeitlich lag Spachmüller im Championat  sogar auf Platz drei,  musste sich aber noch E3 Fahrer Luca Fischeder geschlagen geben. Dementsprechend hoch legt Spachmüller die Latte für die restliche Saison. „Natürlich will ich meinen Titel verteidigen. Das es jetzt gleich so gut lief, hat mich etwas überrascht. Gerade auch, weil wir noch am Fahrwerk arbeiten und da noch ordentlich Potenzial nach oben ist. Im Championat will ich den vierten Platz vom Vorjahr eigentlich auch erreichen.“ Den Druck spürt er jedenfalls. „Wir Drei waren nur 10 Sekunden auseinander. Das ist schon sehr eng, aber ich habe eigentlich den ganzen Tag nie auf die Zeiten geschaut. Klar ist, ein Fehler reicht aus und man rutscht direkt zwei Plätze nach hinten.“  Auch Teammanger Robin Graube sieht den Lohn für die Mühen in der Vorbereitungen deutlich. „Wir sind überglücklich mit den Ergebnissen der Teamfahrer. Yanik fährt dieses Jahr in einer extrem aufgewerteten Klasse. Das er sich gegen zwei so erfahrenen Fahrer am Ende durchsetzt, zeigt welches Potential er noch hat.“ 

 

Etwas enttäuschend lief das Wochenende für Jugend-DM Pilot Garry Dittmann. Der war neu zum Team Kadelack GASGAS gestoßen und verband das gleich mit einem Aufstieg in die Jugend DM. Mit viel Ambitionen in das Rennen gestartet, blieb am Ende nur ein zwölfter Platz für den Youngster. Wenigstens die Gründe konnte der Erfurter ausmachen. „Die Strecke war gut in meinem Kopf. Donnerstag und Freitag bin ich mehrfach alle Prüfungen gelaufen. Ehrlich gesagt, ist der sandige Boden nicht das was ich bevorzuge. Am Ende des Renntages war auch nicht mehr als Pulver oder Schlamm übrig.“ Trotz intensiver Vorbereitungen auf Sand im Winter, lief es für Dittmann nicht. „Ich hatte ein besseres Ergebnis erwartet. Auch im Vergleich zu meinen Trainingspartnern. Ich bin ehrlich: Mir fiel es schwer das umzusetzen. Vielleicht spielt auch der Wechsel vom Zweitakter auf die Viertakt-GASGAS eine Rolle. Ich merke immer wieder, dass ich in meinen alten Zweitaktfahrstil verfalle. Das ist natürlich hinderlich. Zwölfte Plätze sind nicht mein Anspruch.“ Zur nächsten Runde in Dahlen will Dittmann stärker zurückkommen, auch weil er vorher in der Europameisterschaft noch Rennpraxis sammeln will. „Dahlen liegt mir vom Boden her wesentlich besser. Nächste Woche fahren wir noch EM in Neapel, um mehr Rennfeeling zu bekommen.“ Teammanager Robin Graube: „Garry ist ein junger Fahrer. Er hat nicht nur den Wechsel in eine andere Klasse umzusetzen, er muss sich auch an das neue Motorrad gewöhnen. Das ist nicht einfach. Trotzdem bin ich mir sicher, dass er sich auch in der höheren Klasse etablieren wird.“ 

 

Im DMSB Enduro-Cup lief es weitaus besser. Drei Neuzugänge stehen unterm Teamzelt. Einer ist Max Fehlig. Der konnte die 300er Kadelack-GASGAS im sandigen Tuchheim so bewegen, dass am Tagesende ein Klassensieg in der E3B zu Buche stand. 

 

Weitere Ergebnisse: 

 

E1B Jan Böhm P9

E2B Hauke Neddermeyer P5

E2B Jan-Hendrik Lessen P15

E3B Tobias Friedel P9

E3B Oliver Gerke P16

Super Senioren Bernd Buchholz P11

Super Senioren Siggi Frank ADW

 

Text: Christian Fischer/Bild13

“NEVER STOP PUSHING„

Kadelack.jpg